Warum sollte ich Sport machen?

Sport und Gesundheit

Schon seit Anbeginn der Zeit sind sportliche Aktivitäten Teil des Menschseins.
Durch den stark veränderten Lebensstil reicht die Bewegung im Alltag längst nicht mehr aus, um die Bewegungsbedürfnisse des Körpers  zu erfüllen. In der modernen Welt der iPhones und Laptops ist die Bedeutung von Sport aktueller und wichtiger denn je.
Gerade im Kindesalter ist eine umfangreiche sportliche Betätigung nicht nur essenziell für die Entwicklung motorischer Fähigkeiten, sondern zum Beispiel auch für die Entwicklung der Muskulatur, des Herz-Kreislauf-Systems oder des Gehirns. 
 

Herz-Kreislauf-Erkrankung Todesursache Nummer 1. in Deutschland

Schätzungsweise 40% der Gesamtkosten unseres Gesundheitssystems sind auf Bewegungsmangelkrankheiten und degenerative Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen.
                                       
Insgesamt sind ca. 35% aller Tode in Deutschland auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zurückzuführen, damit ist es die mit Abstand häufigste Todesursache.

Zu den degenerativen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören unter anderem:

  • Bluthochdruck (Betrifft etwa 20% der Erwachsenen)
  • koronare Herz-Erkrankung (Arterienverkalkung oder Atherosklerose, alleine drei Millionen betroffene in Deutschland)
  • Herzinsuffizienz (Auch Herzschwäche, zum Beispiel durch Herzrhythmusstörungen)
  • Schlaganfälle (kosten intensivste Herz-Kreislauf-Erkrankung, ca. 270.000 in Deutschland pro Jahr)
  • Herzinfarkt (Nr.1 Todesursache)

Meistens treten mehrere zusammenhängend auf, es zählen noch einige weitere Erkrankungen dazu.


Kann ausreichend Bewegung eine Erkrankung verhindern?

Die Antwort darauf lautet möglicherweise, natürlich gibt es viele verschiedene Ursachen, welche zu einer Erkrankung führen können, eine davon ist mangelnde körperliche Aktivität.
Dutzende Studien kamen zu dem Ergebnis, dass mit zunehmender körperlicher Aktivität (vor allem Ausdauertraining) die Häufigkeit des Auftretens von Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant abnimmt. Neben Faktoren wie Ernährung, Stress oder Lebensstil (Rauchen, Alkohol etc.) gehört Bewegungsmangel zu den wichtigsten vermeidbaren Ursachen.

In Deutschland machen nur die Hälfte der Männer und 40 % der Frauen im Alter von 20 – 29 Jahren regelmäßig Sport. Dieser erschreckend geringe Anteil nimmt mit steigendem Alter sogar noch ab, Umfragen zur Folge machen nur 21% aller Senioren über 65 mehr als einmal die Woche Sport.

Doch gerade Menschen im Alter über 65 Jahren können durch regelmäßiges körperliches Training das Sterblichkeitsrisiko deutlich vermindern.
Regelmäßige körperliche Aktivität senkt die Gesamtsterblichkeit in Studien um 22 – 34 %, die Sterblichkeit infolge Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 27 – 35 %. Dies gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.
Bei vielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt eine gut dosierte körperliche Aktivität zu einer Risikominderung. Durch Sport wird eine Verbesserung der Muskel- und Gefäßfunktion sowie eine Verminderung entzündlicher Aktivität im Blut erreicht. Gleichzeitig werden die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen günstig beeinflusst: Blutfettwerte, HbA1c-Wert, Blutdruck und Gewicht sinken.

 

Wie oft sollte ich meine Ausdauer trainieren?

Eine pauschal richtige Antwort gibt es nicht, je nach Gesundheitszustand können sich die Anzahl der Einheiten sowie die Intensität deutlich unterscheiden.
Allgemein empfohlen wird ein moderates Ausdauertraining an mindestens fünf Tagen in der Woche, hierbei sollte über 30 Minuten 50%-70% der maximalen Herzfrequenz erreicht werden.
 

 

Kann Sport Bluthochdruck senken?

Bluthochdruck ist die am weitesten verbreitete Herz-Kreislauf-Erkrankung und kann eine Ursache für
Schlaganfälle, plötzlichen Herztod, Vorhofflimmern und Durchblutungsstörungen des Herzens sein.
Bluthochdruck kann durch regelmäßiges Ausdauertraining gesenkt werden. Während  Hochdruckpatienten in früherer Zeit vor allem ein Ausdauertraining empfohlen wurde, ist heute auch die blutdrucksenkende Wirkung eines moderaten und korrekt durchgeführten Krafttrainings belegt.

Noch vor nicht allzu langer Zeit wurde Menschen mit Herzschwäche angeraten sich körperlich zu schonen, dies hatte in den meisten Fällen allerdings eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes zur Folge. Ein moderates Training führt in der Regel zu einer Verbesserung der Umstände. Das ist nicht nur für Herz-Kreislauf-Erkrankungen belegt, sondern gilt auch für einige Krebserkrankungen, für Durchblutungsstörungen, Osteoporose, Depressionen, Demenz und vieles mehr.

 

Weitere Gründe, regelmäßig Sport zu treiben

Falls dir die Prävention von verschiedenen Erkrankungen nicht ausreicht, kein Problem-Es gibt unzählige weitere Gründe!

 

Sport kann verschiedenen Arten von Krebs verhindern

Nicht nur das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch verschiedene Arten von Krebs könne vorgebeugt werden. Das gilt vor allem für Lungen-, Darm- und Brustkrebs. (Mehr dazu)

 

Sport hilft beim Abnehmen

Das kommt vermutlich wenig überraschend, durch Sport werden schließlich Kalorien verbrannt, was bei einer kalorienarmen Ernährung ein Kaloriendefizit verursacht und somit die Fettverbrennung fördert. Des Weiteren können positive Aspekte beim Metabolismus beobachtet werden. (Mehr dazu)

 

Sport verbessert den Stoffwechsel

Vor allem durch Ausdauersport kann die Aufnahme von Sauerstoff sowohl in der Lunge als auch im Blut verbessert werden. Die Lungenkapazität wird gesteigert und neue Mitochondrien werden in den Zellen gebildet, diese sorgen für einen verbesserten aeroben Stoffwechsel. (Mehr dazu)

 

Sport stärkt die Muskulatur, die Knochen sowie Sehnen und Bänder

Der gesamte menschliche Bewegungsapparat wird gestärkt, die Belastbarkeit steigt deutlich und Verletzungen werden dadurch unwahrscheinlicher. Dehnübungen sollten dem normalen Trainingsprogramm hinzugefügt werden, um Sehnen und Bänder flexibler zu machen.

 

Sport hilft beim Stressabbau

Vor allem lang anhaltender Stress wirkt sich negativ auf den menschlichen Körper aus. Der Körper reagiert, in dem er das Hormon Cortisol ausschüttet. Des Weiteren werden sowohl die Atmung als auch der Herzschlag schneller. Der Körper befindet sich in einer Art Alarmbereitschaft.
Um die innere Unruhe loszuwerden gibt es verschiedenen Möglichkeiten, eine der besten ist Bewegung, durch die Bewegung sinken die Impulse im Frontalkortex (verarbeitet dauerhaft Millionen Informationen, Stressgefühl bei Überlastung), dies geschieht, da das Gehirn die verfügbaren Ressourcen auf den Motorkortex (zuständig für die Bewegungssteuerung) umlagert. Dadurch wird der Kopf „frei“ und der Stress kann reduziert werden.

 

Sport stärkt das Immunsystem

Regelmäßiges Sporttreiben stärkt das Immunsystem, Studien zu Folge sind Menschen, die 2 oder mehr Tage pro Woche Sport treiben, nur halb so viele Tage wegen Erkältungen oder Grippe von der Schule oder Arbeit abwesend wie diejenigen, die keinen Sport treiben. (Mehr dazu)

 

Sport verbessert den Schlaf

Die Forschung ist sich noch nicht sicher, wieso es zu einem verbesserten Schlaf kommt, jedoch weiß man, dass moderates aerobes Training die Anzahl der langsamen Schlafwellen erhöht. Der Slow-Wave-Schlaf bezieht sich auf den Tiefschlaf, in dem das Gehirn und der Körper die Möglichkeit haben, sich zu verjüngen.

 

Sport macht glücklich

Seit mehreren Jahrzehnten beschäftigen sich Forscher mit dem Zusammenhang zwischen Bewegung und Wahrnehmung. Aus diesen Studien herauskristallisiert: Bewegung hebt Ihre Stimmung, weil sie das Gehirn grundlegend verändert. Zum Beispiel kann Training neue Neuronen im Hippocampus erzeugen, der Region des Gehirns, die mit Gedächtnis, Lernen und Emotionen verbunden ist. Da der Hippocampus die Emotionen steuert, könnte seine Optimierung die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Sie sich langfristig emotional stabiler fühlen.
Die Forschung hat gezeigt, dass der Körper nach 20 oder 30 Minuten aerobem Training Chemikalien freisetzt, die als Endorphine bezeichnet werden und mit Rezeptoren im Gehirn interagieren, die die Schmerzwahrnehmung reduzieren – was bedeutet, dass Sie sich während eines harten Trainings eher positiv und optimistisch fühlen. Es werden auch andere stimmungsaufhellende Chemikalien wie Serotonin und Dopamin freigesetzt, die noch einige Stunden nach dem Training im Gehirn verbleiben können.

 

Sport sorgt für ein glücklicheres, längeres Leben

Wenn man alle positiven Aspekte zusammen betrachtet, ist das Ergebnis ein gesünderes, längeres und vor allem glücklicheres Leben!

Was bringt Joggen?

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