Warum können wir kein Gras essen?

Warum können wir kein Gras essen?

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Warum können wir kein Gras essen?

Tatsächlich essen wir sehr häufig Bestandteile von Gräsern, Beispiele dafür sind Reis oder Weizen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um die grünen, blattartigen Stängel, sondern um die Samen von Gräsern.

Grashalme und ähnliche grüne, blättrige Pflanzenteile machen den Hauptteil der Nahrung vieler Säugetiere aus, darunter Nutztiere wie Kühe und Schafe aber auch Pferde oder Kaninchen ernähren sich hauptsächlich davon. Wenn sie es problemlos essen können, warum können wir es dann nicht?

 

Zellulose als Schutzwand

Die Antwort liegt in einem der Hauptunterschiede zwischen Gras und uns.

Die menschlichen Zellen, aus denen unser Körper besteht, sind vergleichsweise dünn, da sie nur durch eine zerbrechliche Membran aus einer dünnen Fettschicht geschützt sind.

Zellen, aus denen Pflanzen bestehen, sind viel stärker, weil sie neben einer Membran eine zusätzliche Schutzschicht haben: eine Zellwand aus Zellulose, einer zähen, stärkehaltigen Substanz.

Zellulose ist für den Menschen unverdaulich, deshalb können wir uns von den meisten Gräsern nicht ernähren.

 

Warum können wir Zellulose nicht verdauen?

Zellulose ist ein sehr langes Molekül, das durch die Verknüpfung vieler kleiner Zuckermoleküle entsteht. Der Mensch kann die meisten Zuckerarten problemlos verdauen

Um Zellulose aufzubrechen und in einfache Zucker zu spalten, wird allerdings ein Enzym namens Cellulase benötigt. Cellulase kann im menschlichen Körper nicht hergestellt werden, was die effiziente Verdauung von Gräsern unmöglich macht.

 

Cellulase wird von Darmbakterien produziert

Kühe und andere grasfressende Tiere können auch keine Cellulase herstellen, Bakterien, die in ihren Därmen leben sind für die Herstellung zuständig. Diese speziellen Bakterien leben in einer symbiotischen Beziehung mit den Tieren, was bedeutet, dass jeder von ihnen profitiert.

Die Bakterien bekommen einen schönen warmen Platz zum Leben und einen konstanten Vorrat an zerkautem Gras, von dem sie sich ernähren können, und im Gegenzug profitiert das Tier von den Enzymen, die nur die Bakterien produzieren können.

Die Bakterien sind in der Lage, die zähe Zellulose aufzubrechen, sie ernähren sich von einem Teil des Zuckers, der Rest steht dem Wirt zur Verfügung.

Grasfressende Tiere müssen das Gras stark zerkauen, um es möglich effektiv nutzbar zu machen, darüber hinaus haben einige Tiere mehrere Mägen, damit sie möglichst viel des Zuckers aufnehmen können. Andere Tiere, wie z. B. Kaninchen, nutzen Tricks wie das Fressen ihrer eigenen Ausscheidungen.

 

 

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