Omega-3-Fettsäuren 17 Vorteile

Omega-3-Fettsäuren

Inhaltsübersicht

 

17 Wissenschaftlich begründete Vorteile von Omega-3-Fettsäuren

 

Warum ist Omega-3 gesund?

Dass Omega-3-Fettsäuren wichtig für uns sind, ist bekannt, sie haben viele gesundheitliche Vorteile für unseren Körper und unser Gehirn.

Im Vergleich zu anderen Nährstoffen gibt es zu Omega-3-Fettsäuren vergleichsweise viele Forschungsergebnisse.

 

Diese 17 gesundheitliche Vorteile von Omega-3-Fettsäuren werden durch wissenschaftliche Studien bestätigt.

 

1.  Förderung der Gehirngesundheit

Vor allem während der Schwangerschaft und im frühen Leben fördern Omega-3-Fettsäuren den Aufbau und die Gesundheit des Gehirns. Sie sind entscheidend für das Wachstum und die Entwicklung des Gehirns bei Säuglingen.

Der Grund ist, dass DHA 40 % der mehrfach ungesättigten Fettsäuren in unserem Gehirn und 60 % in der Netzhaut unserer Augen ausmacht. (Quelle 1, Quelle 2).

Werden während der Schwangerschaft ausreichende Mengen an Omega-3-Fettsäuren aufgenommen, soll das verschiedene Vorteile für das Kind haben:

  • Höhere Intelligenz
  • Bessere Kommunikation und soziale Fähigkeiten
  • Weniger Verhaltensprobleme
  • Geringeres Risiko einer Entwicklungsverzögerung
  • Geringeres Risiko für ADHS, Autismus und zerebrale Lähmung

(Quelle 3, Quelle 4, Quelle 5)

 

2. Verringerung des Risikos an Herzkrankheiten zu erkranken

Die weltweit häufigsten Todesursachen (Herzinfarkte und Schlaganfälle) sind auf Störungen des Herz-Kreislauf-Systems zurückzuführen.

Schon vor vielen Jahren kam man zu der Erkenntnis, dass fischessende Völker wie die Inuits deutlich seltener diese Krankheiten aufwiesen. Später konnte das mit dem hohen Verzehr von Omega-3-Fettsäuren in Verbindung gebracht werden (Quelle 6, Quelle 7).

Mittlerweile hat man einige Effekte herausfinden können:

Omega-3-Fettsäuren

  • Verringern Triglyceride (Blutfette), normalerweise im Bereich von 15-30 % (Quelle 8, Quelle 9).
  • Können die Blutdruckwerte bei Menschen mit Bluthochdruck senken (Quelle 8, Quelle 10).
  • Können den Spiegel des “guten” HDL-Cholesterins erhöhen (Quelle 11Quelle 12).
  • Senken teilweise das “schlechte” LDL-Cholesterin  (Quelle 13, Quelle 14).
  • Verhindern, dass Blutplättchen verklumpen. Dies hilft, die Bildung von schädlichen Blutgerinnseln zu verhindern (Quelle 15Quelle 16).
  • Verhindern Plaque in den Arterien, welcher die Arterien verengen und verhärten kann. (Quelle 17Quelle 18).
  • Reduzieren die Produktion einiger Substanzen, die bei der körpereigenen Entzündungsreaktion freigesetzt werden, dadurch werden Entzündungen abgeschwächt (Quelle 19, Quelle 20).

 

3. Verbesserung der Augengesundheit

DHA, eine andere Art von Omega-3, ist ein wichtiger struktureller Bestandteil der Netzhaut unserer Augen.

Sehprobleme können teilweise auf einen DHA-Mangel zurückgeführt werden. (Quelle 21, Quelle 22).

Eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sorgt für ein geringeres Risiko einer Makuladegeneration, einer der weltweit häufigsten Ursachen für dauerhafte Augenschäden und Blindheit (Quelle 23, Quelle 24).

Daher ist es nicht verwunderlich, dass Säuglinge, die mit DHA angereicherte Säuglingsnahrung gefüttert werden, eine bessere Sehkraft haben als Säuglinge, die mit einer Nahrung ohne DHA gefüttert werden (Quelle 25).

 

4. Reduzierung der Symptome des Metabolischen-Syndroms

Das Metabolische-Syndrom umfasst verschiedene Zustände:

  • Fettleibigkeit – auch als Bauchfett bekannt
  • Hohen Blutdruck
  • Insulinresistenz
  • Hohe Triglyceride (Blutfette)
  • Niedrige “gute” HDL-Cholesterinwerte.

Durch das Syndrom erhöht sich auch das Risiko für viele andere Krankheiten, einschließlich Herzkrankheiten und Diabetes (Quelle 26).

Omega-3-Fettsäuren sollen in der Lage sein die Insulinresistenz, Entzündungen und Risikofaktoren für Herzkrankheiten bei Menschen mit metabolischem Syndrom zu verbessern (Quelle 27, Quelle 28).

 

5. Bekämpfung von Entzündungen

Entzündungen sind eine natürliche Reaktion auf Infektionen und Schäden in unserem Körper. Daher sind diese wichtig für unsere Gesundheit.

Es gibt aber auch chronische – oder langfristige – Entzündungen, diese bleiben bestehen, obwohl keine Infektionen oder Verletzungen vorliegen.

Langfristige Entzündungen können andere Krankheiten verursachen, einschließlich Herzerkrankungen und Krebs (Quelle 29, Quelle 30).

Omega-3-Fettsäuren reduzieren die Produktion von Molekülen und Substanzen, die mit Entzündungen in Verbindung stehen, wie z. B. entzündliche Eicosanoide und Zytokine (Quelle 31, Quelle 32).

Verschiedene Studien konnten einen Zusammenhang zwischen einer höheren Omega-3-Aufnahme und einer geringeren Entzündung beobachten (Quelle 33Quelle 34).

 

6. Bekämpfung von Autoimmunkrankheiten

Bei Autoimmunkrankheiten verwechselt unser Immunsystem gesunde Zellen mit fremden Zellen und beginnt diese anzugreifen.

Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel ist Typ-1-Diabetes, hier greift das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse an.

Studien zeigen jetzt, dass eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren im ersten Lebensjahr mit einem verringerten Risiko für viele Autoimmunkrankheiten verbunden ist, darunter Typ-1-Diabetes, Autoimmundiabetes und Multiple Sklerose (Quelle 35, Quelle 36, Quelle 37).

Auch bei Krankheiten wie Lupus, rheumatoider Arthritis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Psoriasis sollen Omega-3-Fettsäuren einen positiven Einfluss haben (Quelle 38, Quelle 39, Quelle 40 ,Quelle 41)

 

7. Vorbeugung einiger Krebserkrankungen

Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt, es wird seit Langem behauptet, dass Omega-3-Fettsäuren das Risiko für bestimmte Krebsarten senken können.

Zum Beispiel das Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken kann laut Studien, durch die Aufnahme ausreichender Omega-3-Fettsäuren, um bis zu 55% reduziert werden. (Quelle 39, Quelle 40).

Des Weiteren wird auch ein geringeres Risiko für Prostatakrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen damit in Verbindung gebracht. Allerdings zeigen nicht alle Studien die gleichen Ergebnisse (Quelle 41, Quelle 42, Quelle 43)

 

8. Reduktion des Fettes in der Leber

Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) kommt mittlerweile immer häufiger vor.

Sie hat mit der Adipositas-Epidemie (Übergewicht-Fettleber) deutlich zugenommen und ist mittlerweile die häufigste Ursache für chronische Lebererkrankungen in der westlichen Welt (Quelle 44).

Eine Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren kann jedoch effektiv Leberfett und Entzündungen bei Menschen mit NAFLD verringern. (Quelle 45, Quelle 46).

 

9. Verbesserung der Gesundheit von Knochen und Gelenken

Osteoporose und Arthritis sind zwei häufige Erkrankungen, die das Skelettsystem betreffen.

Studien deuten darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren die Knochenstärke verbessern können, indem diese die Kalziummenge in den Knochen erhöhen, was zu einem geringeren Osteoporoserisiko führt (Quelle 47, Quelle 48).

Auch geringere Gelenkschmerzen bei einer Arthritis-Erkrankung konnten in Studien nachgewiesen werden (Quelle 49, Quelle 50).

 

10. Verbesserung der Haut

DHA ist ein struktureller Bestandteil unserer Haut. Es ist verantwortlich für die Gesundheit der Zellmembranen. Eine gesunde Zellmembran führt zu einer weichen, feuchten, geschmeidigen und faltenfreien Haut.

Die Einnahme von EPA soll verschiedene positive Effekte auf die Haut haben:

  • Verbesserte Steuerung der Ölproduktion und Hydration der Haut.
  • Verhinderung von Hyperkeratinisierung der Haarfollikel (kleine rote Beulen auf dem Oberarm)
  • Reduziert die vorzeitige Alterung der Haut
  • Reduziert das Risiko von Akne
  • Schützt vor Sonnenschäden

(Quelle 51, Quelle 52)

 

11. Bekämpfung des geistigen Verfalls und Alzheimer

Wenn wir älter werden nimmt die Gehirnfunktion immer weiter ab, es gibt verschiedene Dinge, die wir tun können, um altersbedingten geistigen Verfall zu reduzieren.

Auch Omega-3 wird die Fähigkeit zugesprochen, den geistigen Abbau zu verringern.

Mehrere Studien zeigen, dass sowohl der geistige Abbau als auch ein das Risiko für Alzheimer durch eine ausreichende Omega-3-Versorgung reduziert werden können.  (Quelle 52, Quelle 54, Quelle 55)

Eine Übersicht über kontrollierte Studien legt nahe, dass Omega-3-Ergänzungen zu Beginn der Krankheit, wenn die Symptome von Alzheimer noch sehr mild sind, von Vorteil sind (Quelle 56).

 

12. Verminderung des Asthmas bei Kindern

Asthma ist eine chronische Lungenerkrankung mit Symptomen wie Husten, Kurzatmigkeit und Keuchen. Schwere Asthmaanfälle können gefährlich sein. Sie werden durch Entzündungen und Schwellungen in den Atemwegen der Lunge verursacht.

In Deutschland erkranken etwa 10 bis 15% der Kinder und etwa 5-7% der Erwachsenen an Asthma – das sind rund 8 Millionen Menschen.

Mehrere Studien zeigen ein geringeres Asthmarisiko bei Kindern und jungen Erwachsenen, wenn diese durch ausreichend Omega-3-Fette versorgt werden. (Quelle 57, Quelle 58).

 

13. Bekämpfung von Depressionen

Depressionen sind eine der häufigsten psychischen Krankheiten auf der Welt. Betroffene leiden unter anderem an Traurigkeit, Lethargie (Zustand körperlicher und psychischer Trägheit) oder sogar ein allgemeiner Verlust des Interesses am Leben (Quelle 59, Quelle 60).

Interessanterweise weisen Studien darauf hin, dass Menschen, die regelmäßig Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, deutlich seltener an schweren Depressionen leiden (Quelle 61, Quelle 62). Des Weiteren kam heraus, dass wenn Menschen mit Depressionen oder Angstzuständen beginnen, Omega-3-Präparate einzunehmen, sich ihre Symptome verbessern (Quelle 63, Quelle 64, Quelle 65).

Es gibt verschiedene Arten von Omega-3-Fettsäuren: ALA, EPA und DHA. EPA scheint die beste Wirkung gegen Depressionen zu haben (Quelle 66).

Laut einer Studie soll EPA ähnlich wirksam gegen Depressionen sein wie ein gängiges Antidepressivum (Quelle 67).

 

14. Verbesserung psychischer Störungen

Bei Menschen mit psychiatrischen Störungen wurden niedrige Omega-3-Werte festgestellt (Quelle 68).

Ergebnisse aus verschiedenen Studien deuten darauf hin, dass Omega-3-Ergänzungen die Häufigkeit von Stimmungsschwankungen und Rückfällen bei Menschen mit Schizophrenie und bipolarer Störung verringern können (Quelle 69, Quelle 70, Quelle 71).

Sogar gewalttätiges Verhalten soll dadurch verringert werden können (Quelle 72).

 

15. Reduktion der ADHS-Symptome bei Kindern

Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine Verhaltensstörung, die durch Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gekennzeichnet ist (Quelle 73).

In mehreren Studien wurde festgestellt, dass Kinder mit ADHS niedrigere Omega-3-Fettsäuren Werte im Blut haben als ihre gesunden Altersgenossen (Quelle 74, Quelle 75).

Hinzu kommt, dass Omega-3-Supplemente die Symptome von ADHS reduzieren können. Sie sollen auch Hyperaktivität, Impulsivität, Unruhe und Aggression verringern (Quelle 76, Quelle 77, Quelle 78, Quelle 79)

 

16. Linderung von Menstruationsschmerzen

Menstruationsschmerzen treten im Unterbauch und im Becken auf und strahlen oft in den unteren Rücken und die Oberschenkel aus.

Studien belegen, dass Frauen, die mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, geringere Menstruationsschmerzen haben (Quelle 80, Quelle 81).

In einer Studie wurde sogar festgestellt, dass eine Omega-3-Ergänzung bei der Behandlung starker Schmerzen während der Menstruation wirksamer war als Ibuprofen (Quelle 82).

 

17. Verbesserung des Schlafes

Ein Schlafmangel ist häufig und kann auf Dauer die Ursache vieler verschiedener Erkrankungen sein.

Niedrige Werte von Omega-3 Werte werden mit Schlafproblemen bei Kindern und obstruktiver Schlafapnoe bei Erwachsenen in Verbindung gebracht (Quelle 83, Quelle 84).

Niedrige DHA-Spiegel werden auch mit niedrigeren Spiegeln des Hormons Melatonin in Verbindung gebracht, das Ihnen beim Einschlafen hilft (Quelle 85).

Studien sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen zeigen, dass eine Supplementierung mit Omega-3 die Länge und Qualität des Schlafes erhöhen kann (Quelle 83, Quelle 85).

 

Fazit – Omega-3-Fettsäuren

Die ausreichende Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren ist unerlässlich. Es ist zu beachten, dass die verschiedenen Omega-3-Fettsäuren in unterschiedlichen Lebensmitteln enthalten sind.

  • ALA: pflanzliche Öle wie Leinöl, Hanföl, Rapsöl und Sojaöl oder Walnüsse, Leinsamen etc.
  • EPA: Algen, Kaltwasserfische
  • DHA: Algen, Kaltwasserfische

Der Körper ist in der Lage EPA und DHA aus ALA herzustellen, allerdings nicht in großen Mengen. Bei veganer oder fischfreier Ernährung kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln Sinn machen.

 

Empfehlung: Omega-3-Fettsäuren (mit DHA und EPA) aus Algenöl

 

Omega3vegan

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